G.O.S. - Gezielte Objektsuche

Das Kürzel "G.O.S." steht für gezielte Objektsuche.

G.O.S. ist Nasenarbeit in Perfektion. Der Hund lernt, einen bestimmten Gegenstand (z.B. ein Feuerzeug, eine Münze, einen Kugelschreiber...) anhand dessen Eigengeruchs aufzuspüren und diesen passiv zu verweisen. Das bedeutet, der Hund legt sich vor dem von ihm gefundenen Gegenstand ins Platz und fixiert das Objekt, bis man ihm das Kommando zum Abbruch gibt.

Die Gegenstände werden entweder auf einer Wiese (Flächensuche), unter einem oder mehreren Gegenständen (Trümmersuche) oder in mit Löchern versehenen Eimern oder Boxen (Päckchensuche) versteckt. Für fortgeschrittene Hunde werden auf der Suchfläche Ablenkungen wie Futter oder Spielzeuge ausgelegt, die vom Hund ignoriert werden müssen.

Später wird der Hund auf verschiedene Gegenstände konditioniert, die er auf Aufforderung voneinander unterscheiden soll. Nur das gewünschte Objekt soll verwiesen werden.

Gezielte Objektsuche ist eine sehr anspruchsvolle Beschäftigung für Hunde, die wohlüberlegt und genau aufgebaut werden muss. Hat der Hund das Prinzip einmal verstanden, kann sie aber immer und überall ausgeübt werden und bietet dem Nasentier Hund eine optimale Auslastung, gerade auch an Regentagen zu Hause im Wohnzimmer.

Da diese Art der Beschäftigung keine großen körperlichen Anstregungen erfordert, kann sie auch von kranken, alten oder behinderten Hunden ausgeübt werden. Auch gerade "schwierige" oder ängstliche Hunde wachsen durch das konzentrierte, auslastende und erfolgsorientierte Training oft über sich hinaus und gewinnen durch die Arbeit mehr Selbstvertrauen und Nervenstärke.

Hier Fotos vom Grundaufbau mit Jessica und ihrer Hündin Lea:

Lea hat bereits gelernt, das Feuerzeug mit der Nase zu berühren. Nun soll sie lernen, dass sie sich dabei auch hinlegen muss, um ihre Bestätigung zu bekommen.

Die Flächensuche gestaltet sich wie folgt:

Zuerst wird der Hund abgelegt und der Hundeführer täuscht an. Dabei wird über die gesamte Fläche (10 mal 20 Meter) so getan, als würde das Objekt irgendwohin geworfen. Dann wird dem Hund mittels Hör- und Sichtzeichen vermittelt, was er suchen soll und er wird ins Suchfeld geschickt.

Der Hund sucht die Fläche selbständig ab und muss dabei innerhalb der Markierung bleiben. Der Hundeführer bleibt dabei immer auf dem Mittelstreifen der Fläche. Der Hund kann dabei an der Schleppleine gesichert werden. Benji und Bolle machen das hier ganz toll!

Hat der Hund das ausgelegte Zielobjekt gefunden verweist er es durch die Platzposition und der Hundeführer nähert sich dem Hund. Leya und Celly haben es nach einigem Suchen geschafft!

Der Hund verweist den gefundenen Gegenstand so lange, bis man ihm das Signal zum Abbruch gibt. Das kann man natürlich auch draußen auf dem Feld oder in der Stadt üben, so wie es Lea und Celly hier zeigen.

Die Bestätigung erfolgt direkt am gefundenen Zielobjekt und wird mehrmals hintereinander wiederholt. Lily schmeckt der Inhalt der Futtertube auf jeden Fall sehr gut! 

Bei der Päckchensuche läuft es ähnlich ab:

Die Päckchen werden angetäuscht. Dann wird der Hund losgeschickt.

Der Hund sucht die Päckchen nacheinander selbständig ab. Es ist auch erlaubt, den Hund von Eimer zu Eimer zu führen. Dabei muss er natürlich an den Löchern der Eimer schnüffeln um herauszufinden, in welchem der Behältnisse sein Gegenstand liegt. Der Hund soll dabei die Eimer einen nach dem anderen umrunden.

Hat der Hund den richtigen Eimer gefunden legt er sich davor in Platz und verweist im besten Fall direkt an dem Loch, aus dem er den Geruch seines Gegenstandes wahrnimmt.

Der Hund wird auch wieder direkt am richtigen Eimer bestätigt und das auch hier nicht nur ein Mal. Dann wird dem Hund das Abbruchsignal gegeben und die Suchlage ist beendet. Man kann auch an einem Baum das Absuchen und Umrunden prima üben!

Zuletzt noch ein paar Bilder der Trümmersuche. Je erfahrener und ausdauernder der Hund ist, desto größer gestaltet man das Trümmerfeld. Für den Anfang reicht auch ein alter Autoreifen.

Die Suchlage beginnt wieder mit dem Antäuschen, während der Hund wartet. Dann wird er ins Trümmerfeld geschickt. Auf dem zweiten Foto seht ihr Diana und Maja beim Ausscheidungswettkampf in Burbach 2010.

Der Hund sucht das Trümmerfeld zuerst selbständig ab, es ist aber auch gestattet, ihn gezielt zu führen. Das macht aber erst Sinn, wenn der Hund gelernt hat, auch ohne Hilfe zu suchen. Man führt den Hund dabei natürlich nicht direkt zum versteckten Zielobjekt sondern durch das gesamte Trümmerfeld. So kann man sicherstellen, dass nicht einige Stellen vergessen werden.

Die Trümmersuche kann man besonders gut auch draußen in Feld und Flur trainieren, wie Bolle und Lily hier zeigen.

Hier suchen Nemo und Kira ihre versteckten Gegenstände und finden sie auch schnell.

 

Auch Incio und Mex haben ihren versteckten Gegenstand gefunden und werden direkt an diesem bestätigt. Schwierige Ablagen wir im zweiten Bild müssen mit vielen Hunden besonders trainiert werden.

Eine besondere Herausforderung sind die Hochlagen. Dabei werden die Gegenstände so hoch gelegt, dass der Hund sie zwar noch erschnüffeln kann, sie aber bei der Anzeige im Platz nicht mehr erreicht. Hier wird dann der Blick in Richtung des Versteckes bestätigt. Cellys Lederstück liegt auf der Leiter unter dem Holzklotz.

Hochlagen kann man auch draußen üben. Maja zeigt den Gegenstand lieber von unten an während Lily den etwas direkteren Weg wählte.

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Momentan haben wir leider keine freien Kapazitäten, um weitere Teams in die Trainingsgruppe aufzunehmen.

 

Trainingszeiten

Trainer:

Claudia Mosebach, Tel. 0176 / 21522892

Holger Michels

Andrea Schmalz

Astrid Lehmann

 

 

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